In der Kürze liegt die Würze. Oder so.

Bonjour, bonjour!
Freut mich, dass ihr wieder da seid!

Ich wollte heute eigentlich gar nichts veröffentlichen. Jeder hat mal diese Blockaden und weiß nicht, was man schreiben oder veröffentlichen soll, denn „alles wurde schon gesagt, was man sagen könnte.“ So ging’s auch mir, bis ich meine Notizenapp auf dem Smartphone durchschaute. Ihr solltet diese App wirklich nutzen, den Ideen sind kleine, flüchtige Tierchen, die kurz auftauchen, „Hallo!“ sagen und gleich verschwinden, wenn man sie nicht festhält. Obwohl ich dafür extra ein Notizbuch habe, verwende ich die App öfter, denn diese fiesen Tierchen kommen immer dann, wenn man sie nicht erwartet: beim Wäsche machen, im Fitness, beim Warten beim Arzt…
Egal, zurück zum Punkt: ich scrollte durch meine digitalen Memoiren, bis mir ein Satz auffiel: „Mach es kurz und überzeugend.“- gespeichert am 10. Oktober 2017. Okay, wie ihr befiehlt, wertes Smartphone!

(Ich habe keine Ahnung, warum ich diesen Satz aufgeschrieben habe. Deswegen sollte man jeden Gedanken festhalten. Es ist witzig und kann unglaublich inspirierend sein!)

MACH ES KURZ UND ÜBERZEUGEND.
Dieser Satz steht für sich. Viele Menschen (inklusive meiner Wenigkeit) labern viel zu lange um den heißen Brei herum. Ich persönlich merke das immer bei meinen kurzen Instavideos. Ca. 16 Sekunden, und trotzdem wiederhole ich jeden Satz gefühlte 3 mal. Das kommt davon, wenn man einfach drauf los filmt ohne geübt oder ein Konzept zu haben hahaha.

Wie lässt sich das verhindern? Schließlich kostet das alles Zeit, und Zeit ist Geld. Oder wertvoll, je nachdem.

Ich versuche mein Bestes, damit aus meinen Kindern angenehme Homo Sapiens werden. Und einer dieser Sätze (neben den berühmten: „Vor dem Essen Hände waschen!/ Geht Zähne putzen! Hängt eure Jacken auf!“) ist: „Überlegt euch immer gut, was ihr sagen wollt!

Und genau das sollte man immer tun (besonders, wenn man ein Hitzkopf ist und im Eifer des Gefechts einfach alles herauslässt, was einem durch den Kopf geht! So wie ich… haha). Aber das alles bringt einem nichts, wenn man die falschen Wörter benutzt. Man kann sich alles gut zurecht legen und trotzdem zu viel reden. Der Trick ist, seine Sätze so zu konstruieren, dass sie kurz, überzeugend und Sinn ergebend sind. Schon mal Sexualkunde in der Schule gehabt? Bei uns waren es Lehrer, die rot an der Tafel standen, stammelten, zwischendurch die Klasse beruhigen mussten (Als Teenager kommen einem die normalsten Körperfunktionen abnormal witzig vor) und im Grunde genommen eine Stunde um das eigentliche Thema herum LABERTEN. Ich verstehe ja, wenn einem bestimmte Themen unangenehm sind, aber wenn man es unnötig in die Länge zieht, fühlt man sich hinterher bestimmt nicht besser (Außerdem ist das euer Job, werte Biologielehrer!). Deswegen versuche ich- danke, Notizenapp!- nicht mehr zu plappern, sondern es möglichst kurz zu halten. Klappt im Geschäft ganz gut, da ich eh nicht der Smalltalk- Mensch bin, zu Hause eher weniger („Mama, des hast du schon mal gesagt! Und ich habs verstanden! Ja, Mama! Okaaaaaay!!!!“).

Dieses Konzept lässt sich auf alle Bereiche des Lebens übertragen. Wie ich letzte Woche erwähnt habe, möchte ich bisschen minimalistischer werden. Weniger ist mehr. Mein großes Vorbild (oder eher Inspiration) dabei ist Steve Jobs. Ein Rollkragenpullover (schwarz), kein unnötiges Geschwätz bei seinen Vorstellungen, minimalistisches Design. Kurz und überzeugend.

Dafür, dass ich eigentlich gar nichts schreiben wollte, habe ich doch eine ganze Menge zu Papier gebracht. Danke fürs Lesen! Noch einen schönen Sonntagabend wünsche ich euch!

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