Kein Anschluss unter dieser Nummer!

Ahoi, Matrosen!
Willkommen an Bord! Bereit für einen neuen Beitrag von mir?

Wir reden heute über unseren Körper. Aber das hier wird nicht so trocken wie damals im Biologieunterricht (Wisst ihr noch, was Mitochondrien sind?), sondern gaaaanz locker. Ich bin cool, schon vergessen?

Babys haben ein einfach zu verstehendes System (und ich weiß das, weil ich 2 Babys großgezogen habe): Sie schreien, wenn sie sich mitteilen wollen. Der Bauch zwickt? Hunger. Der Po juckt? Volle Windel. Alles nervt? Müde. Schon lange nichts mehr von Mama oder Papa gehört? Nähe. Manchmal kombinieren sich alle 4 und man hat eine Naturkatastrophe vor sich. Je älter sie werden, desto mehr Nuancen bilden sich heraus. Irgendwann sind sie soweit, dass sie einfach aus Spaß schreien (und man wie eine Irre angerannt kommt, nur um von ihnen ausgelacht zu werden). Aber sobald sie reden können, ist das Rätselraten vorbei. Babys und Kinder teilen sich mit, weil sie eine enge Verbindung zu ihrem kleinen Körper haben und meistens genau wissen, was sie brauchen.

Die Erwachsenen, also Menschen wie du und ich, sind dagegen ganz anders. Wir schreien nicht, wir ignorieren unsere Wehwehchen und hoffen, dass sie irgendwann von selbst verschwinden. Natürlich wissen wir mittlerweile, wie man sich selbst versorgt und wickelt, aber sobald etwas unangenehm ist, lenken wir uns ab. Immer ist irgendetwas anderes wichtiger. Kein Wunder, dass wir am Ende des Abends nur noch fertig sind und nichts mehr machen wollen. Wir ignorieren unser „Zuhause“ so lange, bis unser Körper uns quasi zwingen MUSS, auf ihn zu achten. Das kann eine Krankheit sein, Kopfschmerzen, eine chronische Erkältung oder sogar etwas Kleines wie ständig trockene Lippen. Ziemlich lästig, wenn man matte Lippenstifte liebt.

Die Gründe dafür sind vielfaltig: Internet. Ständig irgendeine neue Nachricht von irgendeiner App. Radiogedudel überall. Ein reges Sozialleben. Kindergarten, Fasching, Geburtstage, Steuererklärung. Stressige Arbeit. Die Bandbreite an Nahrung oder Spaß oder Unterhaltung. Wir sind überall gleichzeitig und müssen alles mitkriegen, aber die wichtigste Person, nämlich sich selbst, vergisst man bei diesem ganzen Trubel.

Ich habe in den letzten zehn Tagen angefangen zu meditieren, weil ich wieder lernen musste, mehr auf meinen Körper zu hören. Seit Jahresanfang war mein Auge entzündet und es wollte nicht verschwinden. War ich beim Arzt? Natürlich. Aber der wollte mir nur wieder Augentropfen verschreiben. Medizin ist wichtig, aber damit behandelt man nur die Symptome, nicht die Ursache. Und das war nicht das einzige Alarmzeichen, dass ich bekam. Es war, als ob mein Körper ständig anrief, aber nur zu hören bekam: “KEIN ANSCHLUSS UNTER DIESER NUMMER.” Aber er/sie/es (der Körper, deswegen er?) gab nicht auf. Ständig war irgendwas. Meine Freunde meinten schon besorgt: “Warum bist du die ganze Zeit krank?” Ja, warum? Bis es mir selber auffiel. Ja, es gehen gerade viele Krankheiten um, aber warum habe ich auch noch Schuppen und eine belegte Zunge und dunkle Augenringe? Ganz zu schweigen von dieser Teenagerakne in meinem Gesicht? Alles auf einmal ist kein Zufall!

Aber jammern hat noch nie geholfen. Deswegen dachte ich: „Komm, meditier, lies Bücher zu diesem Thema und hör endlich wieder auf dich selbst!” Kein Anschluss unter dieser Nummer? Nein, ich habe wieder einen und was für einen! Mir geht’s blendend 😀

[Augen sind geheilt. Schuppen verschwunden. An den Augenringen arbeite ich. Jetzt muss ich nur noch meine Haut in den Griff kriegen. Und meine trockenen Lippen.]

Natürlich will ich hier nicht nur prahlen und euch belehren, sondern auch helfen. Deswegen habe ich hier eine kleine Liste, die mir persönlich geholfen hat, zusammengestellt:

[Ich bin kein Arzt, deswegen alle Angaben ohne Gewähr!]

  • BEWEGUNG
    Unser Körper ist nicht dafür gemacht, ständig still zu sitzen. Deswegen sollte man sich jeden Tag bewegen. Wenigstens 15 Minuten. Seit ich Sport mache, habe ich keine Rückenschmerzen mehr.
  • VIEL TRINKEN.
    Trockene Lippen? Kopfschmerzen? Dunkler Urin? Alles Anzeichen für Wassermangel. Ich weiß, wie lästig es ist, jede Stunde aufs Klo zu rennen, aber wisst ihr, was noch lästiger ist? Blutende, trockene Lippen. Kauft euch Wasserflaschen (Wir haben diese HIER*) und nimmt sie überall mit. Die ganz Mutigen nehmen jede halbe Stunde einen Schluck, um gut durchblutet und rosig auszusehen 😀
  • MACHT EURE BENACHRICHTIGUNGEN AUS.
    Kennt ihr das, wenn das Handy ständig vibriert und klingelt und einem so richtig auf den Sack geht? Checkt eure Apps und stellt die Benachrichtigungen ab (oder auf stumm). Mein Whatsapp zum Beispiel ist komplett stumm und ich schaue nur ab & zu drauf. Reicht völlig. Wenn etwas ganz dringend ist, kann der- oder diejenige immer noch anrufen. Wer will, kann sein Smartphone auch komplett ausschalten. So weit bin ich leider noch nicht.
  • DEUTE DIE SIGNALE.
    Dieser Punkt ist schwierig und erfordert viel Übung, aber es lohnt sich! Lernt, die Signale eures Körpers richtig zu deuten. Pickel? Etwas stimmt nicht. Bauchweh nach der Pizza? Vielleicht verträgst du irgendwas nicht. Juckende Pussy? Der Ph-Wert ist am Arsch. Vielleicht hast du zu viel Zucker konsumiert? Oder es ist eine Geschlechtskrankheit & du solltest dich checken lassen? Wie auch immer, unser Körper ist ein Wunder der Natur und gibt uns ständig Feedback. Sperr die Lauscher auf und hör hin! (Und wenn du nicht mehr weiterweißt, geh zum Arzt. Eisenmangel, traumatische Erfahrungen & Co. sollte man nicht selbst behandeln!)
  • LERNE, ZU CHILLEN.
    Wir müssen wieder lernen, mehr zu chillen. Im wahrsten Sinne des Wortes. Ein Bad nehmen. Kerzen anzünden. Meditieren. Arbeit auf der Arbeit lassen und nicht noch nach Feierabend mit nach Hause nehmen. Wie Sportler müssen wir uns Ruhepausen verordnen, damit wir ausgeruht & aufgetankt weitermachen können.
  • ACHTE AUF DEINE NAHRUNG.
    Okay, das ist jetzt kein Geheimnis & wir wissen alle, dass wir besser essen sollten. Das Zauberwort heißt Priorität. Warum machst du deine Ernährung nicht zu einer Priorität? Wer seinen Körper nicht achtet, verachtet sich selbst. Würdest du dein Auto mit dem falschen Treibstoff tanken? Nein? Also.

Das war’s. Mein Wort zum Sonntag. Ich freue mich, wenn ich jemandem helfen konnte und wenn nicht, isses auch in Ordnung. Jeder ist für sich selber verantwortlich und das ist auch richtig so. Ich bin schließlich kein Arzt oder Wunderheiler oder eine Bruja (spanisch für Hexe), sondern nur eine coole Mum mit einem Blog und der Mission, die Welt zu einem besseren Ort zu machen 😉

Einen schönen Abend noch!

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